Vier Tage voller herzlicher Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und unzähliger schöner Momente liegen hinter dem Partnerschaftsverein Rosentrames. Vom 14. bis 17. Mai 2026 durften wir unsere französischen Freundinnen und Freunde aus Entrammes wieder in Rosendahl begrüßen. Über 200 Teilnehmende – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren – machten das Partnerschaftswochenende erneut zu einem lebendigen Zeichen dafür, wie aus einer Städtepartnerschaft über viele Jahrzehnte echte Freundschaften entstehen können.

Auch wenn das Wetter in diesem Jahr nicht immer mitspielte, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Überall war die Freude spürbar, sich nach einem Jahr endlich wiederzusehen. Schon bei der Ankunft am Donnerstagmorgen wurde herzlich gelacht, umarmt und natürlich durften auch die typisch französischen Begrüßungsküsschen nicht fehlen. Viele Gastfamilien öffneten erneut ihre Türen, gleichzeitig freuten wir uns besonders darüber, auch neue Familien und Jugendliche in unserer Partnerschaft willkommen zu heißen. Gerade dieser Generationenwechsel zeigt, dass unsere deutsch-französische Freundschaft auch nach inzwischen 56 Jahren lebendig bleibt und immer wieder neue Menschen begeistert.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in den Gastfamilien begann das offizielle Programm mit einem geistlichen Impuls an der Erinnerungsstätte am Klostertorbogen. Unter dem Motto „Gemeinsam auf dem Weg“ stand die Freundschaft im Mittelpunkt. Gemeinsam knüpften die Teilnehmenden bunte Freundschaftsbänder, die symbolisch miteinander verbunden wurden – als Zeichen dafür, dass Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Sprachen miteinander verbunden sind und gemeinsam Zukunft gestalten.

 

Im Anschluss verwandelte sich die Sporthalle in einen Ort voller Bewegung, Begegnung und Teamgeist. Beim generationsübergreifenden Spiel- und Bewegungsnachmittag traten deutsch-französisch gemischte Gruppen in Quiz-, Geschicklichkeits-, Wurf- und Kooperationsspielen gegeneinander an. Dabei ging es ausdrücklich nicht um sportlichen Ehrgeiz oder Wettbewerb, sondern um gemeinsames Erleben, gegenseitiges Kennenlernen und das Miteinander. Kinder spielten gemeinsam mit Erwachsenen, neue Bekanntschaften entstanden und Sprachbarrieren wurden oft einfach mit einem Lächeln überwunden. Gerade diese unkomplizierten Begegnungen machen den besonderen Wert unserer Partnerschaft aus.

Der Freitag stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Entdeckens. Über 200 Teilnehmende machten sich gemeinsam auf den Weg nach Dortmund. Dort konnten die Familien zwischen verschiedenen Programmpunkten wählen und ihre Interessen individuell gestalten. Viele besuchten die beeindruckende immersive Kunstausstellung Phoenix des Lumières, andere entschieden sich für die DASA Arbeitswelt Ausstellung, während eine weitere Gruppe das Umfeld des Phoenixsees mit einem Audioguide erkundete. Alle Angebote eröffneten spannende Einblicke in Geschichte, Industriekultur, Arbeitswelt und gesellschaftliche Entwicklungen und boten zahlreiche Gesprächsanlässe über Deutschland, Frankreich und Europa. Gerade diese Mischung aus gemeinsamen Erlebnissen und kultureller Bildung macht unsere Begegnungen so besonders.

Am Abend folgte einer der Höhepunkte des Wochenendes: der traditionelle Freundschaftsabend. Nach einem gemeinsamen Essen begrüßten die Bürgermeister beider Partnerkommunen die Gäste und unterstrichen in ihren Ansprachen die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für ein friedliches Europa und ein lebendiges Miteinander auf kommunaler Ebene.

Anschließend wurde gefeiert. Bei Musik und Tanz verwandelte sich der Saal schnell in eine große Tanzfläche. Französische Gruppentänze sorgten ebenso für Begeisterung wie der klassische deutsche Discofox. Ob jung oder alt – gemeinsam wurde gelacht, getanzt und gefeiert. Genau diese gemeinsamen Abende zeigen immer wieder, dass Freundschaft keine Sprachkenntnisse braucht, sondern vor allem Offenheit, Begegnung und Freude am Miteinander.

Der Samstag gehörte traditionell den Gastfamilien. Ohne offizielles Programm nutzten sie die Zeit, um ihren Gästen ihre Heimat zu zeigen oder gemeinsam Ausflüge zu unternehmen. Manche erkundeten Sehenswürdigkeiten der Region, andere verbrachten den Tag ganz entspannt im Familienkreis. Gerade diese persönlichen Begegnungen bilden seit Jahrzehnten das Herzstück unserer Partnerschaft. Hier entstehen Gespräche, Erinnerungen und Freundschaften, die weit über die offiziellen Begegnungen hinausreichen.

Am Sonntagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach vier intensiven Tagen voller gemeinsamer Erlebnisse, vieler Gespräche und unzähliger kleiner Momente traten unsere französischen Freundinnen und Freunde die Heimreise an. Wie jedes Jahr fiel der Abschied nicht leicht – verbunden mit der Vorfreude auf das nächste Wiedersehen.

Das Partnerschaftswochenende 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll und lebendig der deutsch-französische Austausch ist. Über Generationen hinweg wurden Gemeinschaft erlebt, kulturelle Unterschiede als Bereicherung erfahren und neue Freundschaften geschlossen. Gleichzeitig konnten bestehende Beziehungen vertieft und neue Familien sowie Jugendliche für unsere Partnerschaft gewonnen werden. Genau diese Begegnungen machen Europa im Alltag erlebbar und zeigen, dass aus Offenheit, gegenseitigem Interesse und gemeinsamen Erlebnissen Freundschaften entstehen, die oft ein Leben lang halten.