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Site franco-allemand relatif au jumelage des communes françaises de Entrammes, Forcé et Parné sur Roc avec la commune allemande de Rosendahl, depuis le 4 octobre 1970/Deutsch-französische Internetseite der Partnerschaft zwischen der deutschen Gemeinde Rosendahl und den französischen Gemeinden Entrammes, Forcé und Parné sur Roc

Workshop: Wie Hilfe für Geflüchtete in Rosendahl funktioniert
On-line gesetzt am 2. Juli 2018
von Monika
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Das Projekt „Wie Hilfe für Geflüchtete in Rosendahl funktioniert“ stellte in besonderer Weise die unterschiedlichen Hilfsangebote vor, die dieser Personenkreis von Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde erhält.

Das Projekt wurde in Form eines Workshops abgehalten, zu dem etwa 22 Personen als „Experten“ geladen waren, bestehend aus ehrenamtlichen Helfern der Flüchtlingshilfe Rosendahl, aus Vertretern der Gemeinde Rosendahl, aus Rosendahler Unternehmern und aus geflüchteten Menschen, die in Rosendahl leben.
Die Liste dieser Experten finden Sie hier unter "Herunterladen".

Etwa 60 Personen des Partnerschaftsvereins, sowohl von französischer als auch von deutscher Seite, zeigten reges Interesse an diesem Thema.

Sie konnten sich in drei Themengruppen informieren und Antworten auf ihre Fragen erhalten. In jeder Gruppe standen entsprechende „Experten“ sowie je ein Dolmetscher zur Verfügung - so war die Kommunikationsgrundlage gesichert. Nach etwa 30 Minuten wechselten die Teilnehmer die Gruppe; auf diese Weise hatten sie die Möglichkeit, sich zu jedem Thema zu informieren und Kenntnisse zu erwerben.


In der ersten Arbeitsgruppe „Arbeitssuche / Arbeitsmarkt“ hatten sich zwei Rosendahler Unternehmer zur Verfügung gestellt, die bereitwillig über ihre Erfahrungen mit Geflüchteten berichteten. Auch ein Mitarbeiter des „Havixbecker Modells“, der als Jobcoach mehrere Gemeinden des Kreises Coesfeld bei der Arbeitssuche unterstützt, war anwesend.
Auf besonderes Interesse stießen die Ausführungen der Geflüchteten in der Gruppe, die über ihre positiven und negativen Erfahrungen im Arbeitsalltag Auskunft gaben.

Als Fazit dieser Gruppe kann im Wesentlichen festgehalten werden:

1. Viele Geflüchtete möchten unbedingt arbeiten.

2. Motivierte Geflüchtete leisten gute Arbeit; die Arbeitgeber waren mit der Arbeitsbereitschaft und der inneren Einstellung sehr zufrieden.

3. Nicht wenige Geflüchtete haben zu hohe Erwartungen. Abschlüsse, die sie in ihren Heimatländern erworben haben, werden hier teilweise anerkannt, unterschiedliche Arbeitsweisen und Sprachschwierigkeiten lassen aber eine Anstellung in adäquaten Positionen größtenteils nicht zu. Hier muss noch mehr Bereitschaft entwickelt werden, die vorhandenen Schwächen abzubauen und auf einem niedrigeren Niveau zu beginnen. Der Jobcoach konnte hier in besonderer Weise Beispiele aufzeigen.

4. Die anwesenden Unternehmer haben Geflüchtete beschäftigt und werden auch in Zukunft Personen aus diesem Bereich einstellen. Ein Unternehmer wagte sogar die Prognose: “Wir werden in Zukunft ohne sie nicht auskommen“.

5. Für einige Geflüchtete ist die Umstellung von den Integrationskursen (kaum körperliche Anstrengung) hin zu schwerer körperlicher Anstrengung so gravierend, dass es hier bereits in einigen Fällen zu Frustrationen kam.

6. Laut Aussage des Jobcoaches ist mangelnde Sprachfähigkeit der wesentliche Grund für Nichteinstellungen.


Die Gruppe 2 beschäftigte sich mit der Thematik „Bildung und Erziehung“.
Ehrenamtliche sind hier in Krabbelgruppen, im Kindergarten, in den Grundschulen und in der Sekundarschule tätig.

Fazit dieser Gruppe:

1. Anwesende Geflüchtete, Kinder und Mütter, sind sehr zufrieden und zeigen sich dankbar für die Hilfe, die sie durch die Ehrenamtlichen erfahren.

2. Mütter mit kleinen Kindern, die noch im Kindergarten aufgenommen werden können, kommen in den Krabbelgruppen mit deutschen Müttern zusammen, von denen sie wertvollen Tipps erhalten.

3. In den Kindergärten erfolgt der Spracherwerb ganz natürlich, Kinder gewöhnen sich schnell aneinander, manchmal ziehen sich die Kinder Geflüchteter jedoch zurück, wie eine Ehrenamtliche berichtete. Kinder im Grund- und Sekundarschulbereich benötigen dringend zusätzliche Hilfe, um vorhandene Defizite aufzuarbeiten.

Die französischen Gäste zeigten sich sehr überrascht über die guten Sprachkenntnisse der anwesenden Kinder.


Obwohl in der Gruppe 3 „Ehrenamt im Alltag“ nur Vertreter aus einem der drei Rosendahler Ortsteile vertreten waren, war die Anzahl der „Experten“ in dieser Gruppe so hoch, dass die Ehrenamtlichen in zwei Gruppen aufgeteilt werden mussten.

Vorgestellt wurden unterschiedliche Hilfsangebote:

1. Willkommenskultur

2. Begleitung bei Schwierigkeiten im Alltag (Schule, Behörde, Krankenhaus, Arzt, etc.)

3. Fahrt zur Tafel nach Coesfeld

4. Kleiderkammer

5. Fahrradwerkstatt

6. Sprachpaten für Mütter mit kleinen Kindern, die noch nicht im Kindergarten aufgenommen werden ( läuft oft parallel zur Krabbelgruppe - die Mütter können Deutsch lernen, die Kinder werden versorgt ).

7. Frauentreff

Auch ein Vertreter des Jugendzentrums war hier anwesend. Er unterstützt die Ehren-amtlichen, engagiert sich besonders für die Jugendlichen und organisiert Ausflüge für die Geflüchteten.

Fazit dieser Gruppe:

Das Engagement von Ehrenamtlichen ist in Rosendahl bemerkenswert hoch. Anwesende Geflüchtete lobten die Hilfsangebote und stellten heraus, dass dadurch das Ankommen in der Gemeinde sehr erleichtert worden sei.

Im Plenum wurden zum Schluss die wesentlichen Ergebnisse der Gesprächsgruppen zusammengefasst und allen „Experten“ mit einem kleinen Geschenk gedankt.
Die Geflüchteten erhielten für ihr Kommen einen besonderen Applaus.


Einige Kommentare ließen erkennen, dass dieses Projekt auch für viele Rosendahler Bürger eine Bereicherung war. Auch wurde positiv erwähnt, dass die Möglichkeit gegeben war, mit geflüchteten Menschen in direkten Kontakt zu kommen und Fragen stellen zu können.
Die französischen Freunde lobten den Einsatz der Ehrenamtlichen; sie machten jedoch deutlich, dass eine Aufnahme von Flüchtlingen in ihren Gemeinden nicht möglich sei, da die Aufnahmeverfahren sich von den hiesigen deutlich unterscheiden und in Frankreich den Gemeinden von Seiten der Regierung die notwendigen finanziellen Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden.

Projektleitung:
Maria Mussinghoff & Irmgard Hentz

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