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Workshop "Wie funktioniert ökologischer Landbau?"
On-line gesetzt am 3. Juni 2018
von Monika
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Biobauer Franz-Josef Barenbrügge begrüßte rund 50 Teilnehmende zu seinem Workshop zu Chancen und Herausforderungen der nachhaltigen Landwirtschaft auf seinem Hof, der seit 29 Jahren ökologisch bewirtschaftet wird.



Nach einer kurzen Betriebsvorstellung wurden die Praxis der Milchviehhaltung und des Ackerbaus diskutiert. Bauer Barenbrügge erläuterte die Abläufe auf dem Hof, die mechanische Unkrautbekämpfung, den Melkstand und die Bedeutung der
Leguminosen im ökologischen Landbau.


Hier sein Resümee:
"Nach einer kurzen Betriebsvorstellung ( 138 ha Fläche, 55 ha Kleegras, 25 ha Mais, 30 ha Getreide, und 28 ha Dauergrünland ) ging es zuerst in den Kuhstall. Hier haben die 110 Kühe viel Platz und können sich im Stroh frei bewegen. Im Sommer sind sie natürlich auf der Weide.
Damit die Kühe auch Milch geben, müssen sie jedes Jahr ein Kalb bekommen. Das ist auf dem Betrieb aus arbeitswirtschaftlichen Gründen so organisiert, dass alle Kühe von September bis November kalben.
Dann haben wir uns die Ackerflächen angesehen. Wie haltet ihr denn das Unkraut im Griff kam dann sogleich die Frage. F-J Barenbrügge, der den Betrieb seit 29 Jahren ökologisch bewirtschaftet, erklärte, dass es zuerst wichtig sei, eine ausgewogene Fruchtfolge einzuhalten ( Wechsel von Schnittnutzung, Hackfrüchten, Winter- und Sommerkulturen). Und es wird natürlich mechanisch Unkraut bekämpft mit dem Striegel und Hackmaschienen. So eine Hackmaschine konnten wir dann live in einem Maisfeld bei der Arbeit ansehen. Diese Hackmaschine bearbeitet den Boden zwischen den Maisreihen, und es gibt rotierende Kunststofffinger die in die Maisreihe greifen. Damit die Werkzeuge sehr dicht an der Maisreihe arbeiten können, erkennt eine Kamera die Reihe, und ein Computer schiebt die Maschine immer in die exakte Position, damit keine Kulturpflanzen geschädigt werden.


Zum Schluss haben wir uns noch den Melkstand angesehen. Hier können 16 Kühe gleichzeitig gemolken werden. Dieser Vorgang dauert jeweils ca 2 Stunden, morgens und abends, und an 7 Tagen in der Woche.
Ach ja, es wurde auch erklärt, wie wichtig die Leguminosen im ökologischen Landbau sind. Die Teilnehmer wissen es bestimmt noch. :-)"

Und hier kommt der Praxisbericht von Teilnehmerin Sabine:
"Marielle, unsere französische Freundin, und ich hatten uns für eine Führung auf dem Biobauernhof Barenbrügge, der wie der Windpark ebenfalls in der Holtwicker Bauernschaft Hegerort liegt, angemeldet. Freundlich empfing uns Franz-Josef, der Chef des Hofes.
Nachdem er uns zunächst mit Zahlen und Fakten zu seinem Hof versorgt hatte, berichtete der leidenschaftliche und verantwortungsvolle Landwirt, dass der Hauptgedanke der ökologischen Landwirtschaft ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur ist. Sein Betrieb wird dabei vor allem als Organismus mit den Bestandteilen Mensch, Tier, Pflanze und Boden gesehen. Dazu zählt neben seiner besonders artgerechten Milchviehhaltung ein möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf, das heißt: Futter- und Nährstoffgrundlage ist der eigene Betrieb. Um das Thema Bodenfruchtbarkeit verständlich zu erläutern, führte uns Franz-Josef zu einem großen Feld.

Dort angekommen, konnte ich als Laie zunächst nur eine große, saftig grüne Wiese sehen. Doch folgte man der Aufforderung, genauer hinzuschauen, konnte man deutlich ein Gemenge aus verschiedenen Klee- und Grassorten erkennen, das sogenannte Kleegras. Er erklärte uns sehr anschaulich den Nutzen dieser Pflanze. Wir erfuhren, dass Kleegras in der ökologischen Landwirtschaft als wichtiger Bestandteil für eine ausgewogene Fruchtfolge eine außerordentliche Rolle spielt. Denn Klee zählt zu den Leguminosen und hat die besondere Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden. Wird im Rahmen der Fruchtfolge das Kleegras untergepflügt, steht den nachfolgenden Kulturen dieser Stickstoff zur Verfügung.
Für mich war es sehr lehrreich so viel über die Bedeutung von Klee zu erfahren. Da sieht man doch dem Klee im eigenen Garten/Rasen gerne beim Wachsen zu!"

Franz-Josef: hat doch geklappt, das mit den Leguminosen. Bravo!!!


Happy cows and happy wheels... - great rural scenery!

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